Das Samenjahr 2025 zeigte in der Schweiz insgesamt ein heterogenes Bild. Während Buche und Fichte schweizweit klar keine ausgeprägte Mast aufwiesen, zeigten Eichen regional teils deutliche Masttendenzen. Die Tanne erreichte in vielen Beständen ein mittleres Samenaufkommen, jedoch ohne grossflächige Vollmast. Insgesamt war 2025 damit kein über alle Baumarten hinweg aussergewöhnliches Mastjahr.
Buche (Fagus sylvatica)
Die Buche zeigte 2025 – wie bereits im Vorjahr – grossmehrheitlich eine Fehlmast. In den meisten Regionen wurden nur sehr geringe Fruchtmengen beobachtet.
Entsprechend dürfte der Beitrag der Buche zur natürlichen Verjüngung über Samen im Jahr 2025 vielerorts limitiert gewesen sein.
Eiche (Quercus spp.)
Bei den Eichen zeigte sich 2025 insgesamt eher ein Mastjahr, allerdings ohne aussergewöhnlich starke oder flächendeckende Vollmast. In vielen Regionen wurden Halb- bis Vollmastbestände beobachtet, was auf ein insgesamt gutes Fruktifikationsjahr hinweist.
Die räumlichen Unterschiede waren jedoch deutlich. Besonders in der Nordostschweiz traten neben mastenden Beständen auch zahlreiche Flächen mit Fehl- oder lediglich Sprengmast auf. Lokal war die Fruchtbildung damit sehr unterschiedlich ausgeprägt. Insgesamt war das Samenangebot der Eichenarten aber deutlich höher als bei Buche, Fichte oder Tanne.
Fichte (Picea abies)
Für die Fichte war 2025 schweizweit klar ein Fehlmastjahr. Über alle Regionen und Höhenstufen hinweg wurden nur sehr geringe Mengen an Zapfen beobachtet. Hinweise auf regionale Mastschwerpunkte oder grössere Samenjahre fehlten weitgehend.
Damit setzt sich bei der Fichte die starke zeitliche Schwankung der Samenproduktion fort, wobei 2025 klar zu den schwachen Samenjahren zählt.
Tanne (Abies alba)
Die Tanne zeigte 2025 insgesamt ein mässiges Samenjahr, jedoch keine ausgeprägte Mast. In den meisten Beständen wurden Spreng- bis Halbmast beobachtet. Viele Bäume trugen einzelne bis mässige Mengen an Zapfen, grössere oder besonders dichte Fruktifikationen blieben jedoch selten.
Dieses Muster zeigte sich relativ konsistent über verschiedene Regionen und Höhenstufen hinweg. Das Samenangebot dürfte vielerorts für eine gewisse natürliche Verjüngung ausreichen, erreichte aber nicht das Niveau starker Mastjahre.